Barbeel angeln, König des Stroms

Mooie 70er welke zich vergiste in een pellet

Gebaut für das Leben im schnell fließenden Wasser, stromlinienförmige Bauweise, flach von unten und ein Muskelpaket: Die Barbe, ein sehr toller Fisch, um in den niederländischen Flüssen zu angeln. In diesem Blog fassen wir einige Dinge zusammen, damit auch du erfolgreich auf diesen starken Sportfisch angeln kannst!

Stekkeuze

Der Barbe ist ein Liebhaber von schnell fließendem Wasser, ein Fluss wie die Gelderse IJssel eignet sich hervorragend für diese raue Fischerei. Besonders die IJssel von der Region Arnhem bis zur Region Zwolle ist ein gutes Jagdgebiet, ab Zwolle wird der Fluss breiter, die Strömung geringer und der Boden etwas weicher/sandiger. Und wie bereits erwähnt, mag ein Barbe harte Strömung und bevorzugt einen harten Kies-/Steinboden, wo er sich von allerlei Larven, Krebs- und Schneckenarten ernährt, die zwischen den Steinen leben. Übrigens ist ein kleiner Fisch zwischendurch für einen Barbe auch sicher nicht unangenehm, sie werden auch regelmäßig auf Kunstköder wie Shads oder kleine Spinner gemeldet.

Mach eventuell schon zu Hause etwas Recherche, bevor du tatsächlich angeln gehst, suche nach potenziellen Stellen, zum Beispiel mit Google Maps, und fahre einmal hin. Mit potenziellen Stellen meine ich zum Beispiel Außenkurven und schmalere Abschnitte des Flusses (wo es immer härter strömt). Nimm dann eine Angel mit schwerem Blei/Futterkorb mit, damit du ein paar Würfe machen kannst, das kann dir einen guten Einblick in die Tiefe und Strömung geben. Neben diesen Informationen erhältst du auch viele Informationen über den Zustand des Bodens, mache mehrere lose Würfe in alle Richtungen und fühle, wie dein Blei landet, ein harter Schlag an der Spitze zeigt an, dass du es mit einem harten Boden zu tun hast (fast immer an solchen Stellen). Wenn dein Blei gelandet ist, ziehst du ruhig deine Angel zurück, sodass dein Blei über den Grund schleift, so kannst du gut fühlen, ob grobe Steine liegen oder ob du es mit feinerem Kies zu tun hast. Bei letzterem fühlst du dein Blei gewissermaßen über den Boden rattern/tockeln. Muschelbänke geben auch dasselbe Gefühl und sind immer Anziehungspunkte für Fische. Mit dieser „Abtastmethode“ wirst du auch herausfinden, ob zum Beispiel eine steile Kante vorhanden ist, oft sind dies sehr interessante, aber auch sehr schwierige Stellen, die zu Materialverlust und verpassten Bissen führen, du könntest dies angehen, indem du eine solche Kante von der anderen Seite befischst.

Ich angle am liebsten von der Kante mit der Strömung, so rollt der Korb weniger, da viel weniger seitlicher Druck auf der Schnur ist. Eine Angel lege ich voll auf die Hauptströmung und die 2. Angel fische ich auf oder gerade außerhalb der (deutlich) sichtbaren Strömungsnaht.

Lockmittel und Futter

Von Maden bis Pellets, Hanf bis Boilies, aber auch ganz sicher Käse, die Barben stehen darauf! Wenn du diese kleine Aufzählung so liest, hast du vielleicht schon herausgelesen, dass es ruhig einen Geruch haben darf, um nicht zu sagen „es darf ordentlich stinken“. Ich fische am liebsten mit Boilies und mit Pellets, da dies (vor allem) die Beifänge von kleineren Weißfischarten etwas ausschließt. Ein großer Brassen oder eine Winde als Beifang ist natürlich überhaupt nichts Schlechtes. Und ich finde es vor allem einfach, auf diese Weise zu fischen, da du nahezu 100%ige Sicherheit hast, dass Köder an deinem Haken oder besser gesagt Hair sitzen. Mit Maden oder Würmern ist das manchmal die Frage, da die Grundeln, Rotaugen und Kaulbarsche auch darauf stehen.

Ich benutze gerne die Futtermittel und Pellets von Sonubaits und Mainline, diese haben wirklich ein durchdachtes Sortiment für den Specimenhunter. Die folgenden Kombinationen wie zum Beispiel die Hemp&Hali, Cheesy Garlic von Sonubaits sind aus meiner Barbenfischerei nicht wegzudenken, auch die Big River Barbel von Mainline ist eine Empfehlung! Darüber hinaus haben Sonubaits und Mainline eine sehr schöne Reihe von Pellets und Hookbaits, die ich gerne mit dem Grundfutter kombiniere.

Ruten und Rollen

Die IJssel-Fischerei auf Barbe hat wenig Finesse, es ist eine grobe Fischerei und das erfordert gutes Material, das einen Schlag aushalten kann. Die Ruten sollten lang sein, da du so wenig Schnur wie möglich im Wasser haben möchtest, je mehr Schnur aus dem Wasser ist, desto leichter kann gefischt werden. Denk an Ruten Längen von 12ft bis 14ft, also 360 bis 420 cm. Die Rute sollte ein Wurfgewicht von etwa 200 bis 250 Gramm haben, um die schweren Körbe inklusive Futter ablegen zu können, weit werfen müssen wir hier glücklicherweise nicht. Ich bevorzuge eine etwas parabolische/dämpfende Aktion, der Barbe ist ein kräftiger Kämpfer und vor allem unter der Spitze geben sie ordentlich ihr Bestes, durch das Fischen mit einer gut dämpfenden Rute wirst du im Allgemeinen weniger Aussteiger während des heftigen Drills haben.

Die Rolle sollte stark und robust sein, was die Größe angeht, kannst du an ein Modell von 7000 bis 10000 denken. Eine etwas höhere Übersetzungsrate ist von Vorteil, da du dann deine Montage schnell vom Boden hochbekommst, das spart wieder Hänger und somit weniger verlorenes Material. Shimano hat mehrere geeignete Modelle für diese Fischerei. Ich fische bevorzugt nicht auf der Schnurklammer, ein kräftiger Barbe neigt oft dazu, kurz nach dem Biss einen guten Schuss zu nehmen, und das Fischen auf der Schnurklammer bedeutet dann häufig Schnurbruch.

Darüber hinaus beherbergt der Fluss auch viele große Welse und Karpfen, die ebenfalls direkt beim Biss einen Sprint machen, wenn du ohne die Schnurklammer fischst, hast du zumindest die Chance, einen Karpfen noch zu landen. Welse gelingen oft auch, solange sie nicht über 120 kommen, dann wird es eine schwierige Angelegenheit. Wenn du dennoch auf der Schnurklammer fischen möchtest, kannst du den Trick mit dem Gummiband um deine Spule verwenden, das Fischen auf der Klammer hat natürlich den großen Vorteil, dass dein Korb immer an nahezu genau derselben Stelle landet, wodurch die Futterspur schöner wird. Wenn du einen großen Fisch haken solltest, wird er das Gummiband zerreißen, wenn er Schnur nimmt. Es ist jedoch praktisch, zwei sogenannte Distanzsticks mitzunehmen, damit du die Entfernung danach wieder leicht zurücksetzen kannst, die Schnur mit einem speziellen Stift auf die richtige Entfernung zu markieren, ist ebenfalls möglich.

Die Bisse sind in der Regel sehr hart, also stelle entweder die Bremse etwas offen, damit der Fisch Schnur nehmen kann, oder wähle eine Rolle mit Baitrunner, was sicherlich zu deinem Vorteil sein kann, da diese mit einem einzigen Kurbelzug von der Freilaufbremse weg ist und auf deiner „Kampf-Bremse“ steht, die du vorher gut eingestellt hast.

    

Schnüre und der letzte Meter

Die Hauptschnur muss robust sein, alles im Fluss ist scharf. Die Steine haben scharfe Kanten und sind in der Regel mit Dreiecksmuscheln bewachsen, die wie Rasierklingen sind.
Sie machen kurzen Prozess mit deiner Schnur. Shimano Technium mit einer Dicke von 35/100 ist eine sehr abriebfeste Nylon-Schnur, die sich seit Jahren in solchen extremen Situationen bewährt.

Dann der letzte Meter, den halten wir schön einfach:
Auf der Hauptschnur setzen wir ein Korum Camo Running Rig Kit, hier wird eine Clipwirbel mitgeliefert, die wir an der Hauptschnur knoten und an der wir eine Vorfach befestigen können. Dieses Running Rig Kit funktioniert auch als eine Art Hakenhalter, sodass du es fast nie verhedderst. Das Vorfach besteht aus ca. 1 Meter 30/100 Nylon, an dem wir einen Korum Specimen Haken Größe 6 knoten, das ist ein sehr scharfer und zudem stabiler Haken, mit dem du voll Vertrauen in den Drill starten kannst, ausbiegen werden sie sicher nicht. Den Haken versehe ich mit einem sogenannten Hair, der aus einem flexiblen geflochtenen Vorfachmaterial von 10 bis 15 lb besteht, an dem dann der Hakenköder befestigt wird.

An das Running Kit befestige ich den Futterkorb, das kann manchmal 100g sein, kann aber auch schnell in Richtung 200 Gramm gehen, alles natürlich abhängig von der Strömung zu diesem Zeitpunkt. Ausgangspunkt ist im Allgemeinen: So leicht zu fischen, wie es die Bedingungen zulassen.

Stützen/Rodpods

Unverzichtbar bei der Barbenfischerei ist eine stabile Stütze, am liebsten eine sogenannte Dreibein oder Rodpod, bei der du deine Ruten fast senkrecht aufstellen kannst. Lose Stützen bekommst du nicht in den Boden, daher fällt die Wahl schnell auf ein Dreibein, das kannst du beschweren, indem du zum Beispiel eine Tasche mit ein paar Steinen daran hängst. Oft kannst du es auch noch mit Steinen stabilisieren, sodass es super fest steht, und das ist nötig wegen der oft sehr harten Bisse!

Die letzten Punkte:

Halte während des Drills und besonders in der letzten Phase die Rute schön hoch. Das liegt daran, dass ein Barbe die Tendenz hat, mit seinem Kopf in die Steine eintauchen zu wollen, was zu einem Bruch des Vorfachs führen kann.

Sorge dafür, dass du eine gute Abhakmatte dabei hast und stelle sicher, dass diese gut nass ist, bevor du deinen Fang darauf legst, damit du diesen schönen Sportfisch unbeschadet zurücksetzen kannst.

Wenn du mehr über diese tolle Fischerei erfahren möchtest, komm doch zu unserem Barben-Tag vorbei, dort sind auch Spezialisten anwesend, die dir alles über die Madenfischerei auf Barbe erzählen können!

Bis zum Wasser,
Mick Rijnhout

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